Ein kippenfreies Firmengelände und kippenfreie Baustellen: Dafür kämpft Bauingenieur Michael Kohl vom Innungsbetrieb Dieter Kohl GmbH & Co. KG in Edelsfeld (Fachgruppe Zimmerer Amberg-Sulzbach) mit rund 60 Mitarbeitern.
Im Interview erklärt er, warum er sich dem Sammelsystem für Zigarettenkippen TobaCycle angeschlossen hat, und er appelliert an die komplette Baubranche mitzumachen – zwecks der Ordnung und der Umwelt!
Herr Kohl, vor kurzem haben Sie 40 Taschen-Aschenbecher für Ihre rauchenden Mitarbeiter gekauft. Wieso?
Michael Kohl: Unser Betrieb und unsere Baustellen sollen kippenfrei werden! Die Zigarettenstummel auf dem Boden sind mir schon lang ein Dorn im Auge, das sieht dreckig aus. Außerdem verschmutzen die Kippen die Umwelt, weil sie zum Teil ins Grundwasser gelangen. Und es dauert bis zu 15 Jahre, bis sie verrotten!
Ich wollte deshalb bei meinen Mitarbeitern einen Anfang machen und hoffe, dass noch viele andere (Bau-)Betriebe mitziehen!
Klingt gut. Deshalb haben Sie sich dem Sammelsystem für Zigarettenkippen TobaCycle angeschlossen…
Genau. Ich habe einen Zeitungsartikel gelesen, dass sich auch eine andere Firma aus unserer Region Amberg daran beteiligt. Dann habe ich kurz recherchiert und Frau Meixner-Nentwig gefunden, die sich seit fast eineinhalb Jahren ehrenamtlich für eine kippenfreie Stadt Amberg einsetzt. Auf ihren Rat hin habe ich mir die Website von Tobacycle angeschaut, gleich angerufen und dann ging alles recht schnell.
Ich habe die Mitgliedschaft bei dem Kölner Verein TobaCycle abgeschlossen - das kostet 300 Euro im Jahr- und 40 Taschen-Aschenbecher für eine geringe Pfandgebühr bestellt. Die kleinen Aludosen haben meine rauchenden Mitarbeiter immer in der Hosentasche dabei und packen ihre Kippen rein statt sie auf den Boden zu werfen - circa zehn passen in den Aschenbecher.