Regelmäßig lüften, Maschinen desinfizieren, Gruppenarbeiten fallen aus – pandemiebedingt gelten am Bildungszentrum der Handwerkskammer Mittelfranken in Ansbach besondere Regeln für die Zimmerer-Azubis. Hier erzählt Zimmermeister und ÜBA-Ausbilder Stefan Schneider, wie der Ausbildungsalltag aussieht und was er in diesen Zeiten vermisst.
Unter strengen Hygieneauflagen fand die Winter-Gesellenprüfung im Bildungszentrum Weilheim statt, organisiert wurde sie heuer von der Zimmerer- und Holzbau-Innung Landsberg. 14 Zimmerer-Azubis aus ganz Oberbayern zeigten dabei ihr theoretisches und praktisches Können.
Pandemiebedingt muss die Kran-/Staplerschulung für Azubis der Zimmerer-Innungen Dachau/Fürstenfeldbruck und München verschoben werden. Diese sollte von 29. März bis 1. April 2021 im Bildungszentrum Altötting stattfinden. Das Bildungszentrum konnte für die Veranstaltung keine Ausnahmegenehmigung erhalten, da die Schulung nicht prüfungsrelevant ist. Als neuer Termin wird Pfingsten ins Auge gefasst.
Heuer findet die Vortragsreihe Holzbau Kompakt 2021 des Holzforums Allgäu digital statt. Mitglieder des Holzforums sind auch die Zimmerer-Innungen Lindau, Oberallgäu und Ostallgäu. Auf dem Programm der Online-Veranstaltungsreihe stehen zwei Vorträge, unter anderem vom Leiter der Fachgruppe Zimmerer in der Bauinnung Nordoberpfalz, Adrian Blödt.
Leonie Schnetz (20) ist Abenteurerin und angehende Zimmerin. Sieben Monate lebte sie als Schülerin auf einem Dreimast-Segelschiff. Das war im Rahmen ihres Auslandsjahres „Klassenzimmer unter Segeln“. Dabei kümmerte sie sich auch um die Schiffsmaschinen und erzählt: „Danach dachte ich, dass ein Maschinenbau-Studium das Richtige für mich ist.“ Doch es kam anders.
Zimmerer-Azubis können dort in Ruhe an der Werkbank arbeiten, mit dem Condetti-Koffer üben, kickern, in Fachzeitschriften schmökern oder Tischtennis spielen: Seit vergangenem Januar haben fünf Lehrlinge des Innungsbetriebs „das bau team“ in Unterschleißheim einen Azubi Campus in den eigenen Werkstätten gebaut.
Mit der Kreissäge schneidet Charlotte Kleemann (20) den Holzbalken ab. In drei Metern Entfernung steht eine Kamera auf dem Stativ und filmt die angehende Zimmerin. Am 4. März 2021 ist der Fernsehsender münchen.tv zu Besuch im Innungsbetrieb Zimmerei Max Kiener Kiener in Emmering (Landkreis Fürstenfeldbruck). Anlass dafür ist der Weltfrauentag.
Zusammen mit dem Bildungszentrum Altötting bietet die Zimmerer-Innung München allen Azubis der Münchner und der Dachauer/Fürstenfeldbrucker Innung an, den Kran-/Staplerschein im Rahmen ihrer Ausbildung zu günstigen Konditionen zu erwerben. Der nächste Kurs findet in den Osterferien statt.
„Der Umweltgedanke wird auch beim Bauen immer wichtiger“, steht im gemeinsamen Flyer „Bauen mit Holz“ der Staatsbauverwaltung und der Bayerischen Forstverwaltung: „Holz kann man als Ressource nicht hoch genug einschätzen. Denn der nachwachsende Rohstoff Holz nimmt mehr CO2 auf, als bei der Herstellung der Baustoffe aus Holz freigesetzt wird.“ In der Veröffentlichung geben die beiden Ministerien Hinweise und Tipps für das Bauen mit Holz.
Im Zimmerhandwerk nimmt die Digitalisierung an Fahrt auf: Was Zimmerer früher auf einem Reißboden gerissen haben, wird heute am Computer geplant. Zimmermeister Simon Schmid vom Innungsbetrieb Holzbau Schlemmer in Jesenwang erzählt: „Meistens kommen Kunden mit einem Eingabeplan zu uns und wir geben das Ganze in ein CAD-Programm ein. Oft sieht der Kunde dann sein Haus das erste Mal als 3D-Körper.“